Hatbrott – Death To Disco
Die letztjährige Debut-EP To Hell With Poverty machte schnell deutlich, dass trotz der geringen Bekanntheit richtig Potential in der Musik von Hatbrott zu finden ist. Death To Disco geht den an klassischer EBM orientierten Weg weiter und zeigt sich auch inhaltlich alles andere als handzahm.
Hatbrott: gradlinig, hart und bissig
Die Hände eines Schreibers neigen dazu, bei einer jungen, von ursprünglicher Electronic Body Music inspirierten Band automatisch zu schreiben, dass diese aus Schweden kommt. Falsch. Das Ganze ist ein kroatisches Projekt.
Hatbrott schwört inhaltlich so ziemlich allen totalitären ‘-isms’ ab, die es auf dieser Welt gibt. Dabei macht das Projekt keinen Unterschied zwischen extremen politischen und religiösen Haltungen. Den Blick auf die sozialen Verhältnisse folgt daher postwendend der Zorn:
Hatbrott is a one man band mayhem. Influenced by the
human stupidity and the sounds of the world falling apart.
Death To Disco vertont variablen Minimalismus
Der Unzufriedenheit über aktuelle Tendenzen ließ Hatbrott bereits beim Erstling To Hell With Poverty freien Lauf. Zorn, Wut oder Aggression ist der kreative Antrieb und so setzt Death To Disco die gradlinige und sparsam inszenierte musikalische Attitüde fort.
Das zweite Werk deutet mit einem gesanglich Spektrum von poppig bis ‘laibachartig’ und verspielten Rhythmen aber auch an, dass die Songs eben nicht nach einem 0815-Muster geschrieben werden.
Ein guten Eindruck geben die drei aktuellen Soundproben im Myspace-Player von Hatbrott. Beide CDs lassen sich dort ebenfalls direkt bestellen, ein Label wird sich hoffentlich bald finden.




















