Bandvorstellung: Dead When I Found Her (Dark Electro/Industrial)

Posted on 18th Juni 2015 by klangwelt in Bandvorstellungen - Tags: , ,
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Dead When I Found Her - komplexer Dark ElectroKomplex, düster und mit einem instinktiven Gespür für Stimmung ausgestattet greifen Dead When I Found her seit 2010 die Tradition des anspruchsvollen Dark Electros auf, setzen die Antithese zur funktional-reduzierten Clubmusik. Die Implementierung moderner Sound ist Teil des Konzepts, welches dadurch fest in der Gegenwart verankert ist, aber vieles, was als modern gilt, alt aussehen lässt.

Dead When I Found Her

Michael Arthur Holloway setzt mit Dead When I Found Her Akzente. Akzente, die er wohl selbst lange vermisst hat, denn Komplexität, eine elektronische Faszination und subtile Melodiebögen müssen sich nicht ausschließen.

Explizit hör- und fühlbar der Hang zu Bands wie frühe Skinny Puppy, Mentallo & The Fixer, Doubting Thomas oder auch Haujobb oder die Nine Inch Nails – das zeigen die komplexen und mitunter wuchtigen Soundkonstruktionen sowie der eher im Hintergrund agierende und oft effektbesetzte Gesang deutlich an.

Dead When I Found Her beschreiben ihre Ideen als…

a modern spin on old-school electro industrial music (…) melodic electro-industrial music inspired by the late 80’s / early 90’s..

Viel Resonanz von Hörern anspruchsvoller Electro-Industrial Ideen

Bereits die ersten beiden Alben Harm’s Way und Rag Doll Blues ließen darauf schließen, dass Dead When I Found Her sich anschicken, eine klaffende Lücke zu schließen und die darauf wartenden Hörer auch zu erreichen – was keine Selbstverständlichkeit darstellt.

Wer z.B. Courtains vom Debütalbum hört, muss sich angesichts der virtuosen Samplearbeit an Tracks wie Rivers von Skinny Puppy erinnert fühlen. Mit Phantoms vom gleichen Album gelang der Band sogar ein kleiner Clubhit.

Dabei geht man nicht ganz so kratzbürstig wie einige genannte Protagonisten an die Tracks heran, aktuelle Sounds und ein somit etwas weicherer Charakter ermöglichen neueren Szenehörern den Zugang, wenn sie denn in offenes Ohr abseits der Preset-Billigschine besitzen.

Doll Parts Clip

Der Videokünstler Soundmirror666 setzte in den letzten Jahren einige Titel in Szene, wie etwa das faszinierende Doll Parts vom 2012er Album Rag Time Blues.

Dead When I Found Her warten bei einigen Titeln mit einer Qualität auf, die in der Form und Stilistik vielleicht nur von Necro Facility auf den ersten beiden Alben berührt wurde, zumindest bei dem Blick auf jüngere Formationen.

Nach dem Einschlag der beiden Erstwerke setze das Projekt anschließend unerwartete Akzente.

Vorliebe für Coverversionen

Mit Stitches & Cover Ups lebten DWIFH die Vorliebe für Coverversionen, die nur nicht aus dem Underground und Wave (Skinny Puppy, Cure, Depeche Mode) stammen, sondern auch die Umsetzung von gängigen Popsongs beinhalten, umfangreich aus.

Zu nennen ist an diesem Zusammenhang In The Air Tonight von Phil Collins, aber auch David Bowie findet sich in den Neueinspielungen.

Beispiel: Deadlines (Skinny Puppy)

Das Resultat kann überzeugen, denn sowohl das jeweilige Vorbild als auch der eigene Soundansatz verschmelzen zu bündigen und düsteren Interpretationen.

Coverversion: You Know What You Are ( Ministry)

Einen richtigen Hammer fabrizierten Dead When I Foundher derweil mit dem Ministry Cover You Know What You Are.

DWIFH Releases

  • Harm’s Way ‎(2010)
  • Rag Doll Blues (2012)
  • Stitches & Cover Ups ‎[12xFile, MP3, EP, 320] (2012)
  • Fingerprints Vol. 1 (2013)

Nächstes Album steht für 2015 an

Das dritte Fulltime-Album mit eigenen Songs wurde nach Bandangaben bereits finalisiert und wird im laufe des Jahres 2015 erscheinen.

Dead When I Found Her Links

zur Dead When I Found Her Homepage
zur Dead When I Found Her Facebookseite


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