Review: The Flood – ‘Something In The Way’

the_floodEine EP im eher selten betretenen Grenzgebiet von Synthie Pop und Dark Wave schneite die Tage von The Flood herein. Something In The Way bietet Eindringliches, zeitlose Melodien, solide geebnet auf bewusst gegenläufigem elektronischen Untergrund.

The Flood – Something In The Way

Machines. Emotion. Music.

… es ist diese alte Hassliebe der elektronisch inszenierten Musik, die hier wieder aufbrandet. Anscheinende Gegensätze, die einander benötigen, um ihre Eigenheit zu zelebrieren.

Markus Hof steckt hinter dem Newcomer The Flood. Und er vereint konkurrierende Strömungen, welche die 80er so mitprägten.

Intensive, hochmelodiöse Dark Wave Momente werden poppig-elektronisch inszeniert. Mal leichtfüßig, dann wieder mit einer gewissen Schwermut versehen.

Gesanglicher Tiefgang

The Flood belebt die Songidee, die Präsenz der Vocals trägt Something In The Way. Dazu tritt eine klare Vorstellung, wie ein Lied zu klingen hat. Die Protagonisten, der flotte Synthie-Sound mit modernem Versatz und die emotionalen, schwergewichtigen Gesangspassagen, sorgen für Spannung.

Die Stimme Hofs ist auf der EP häufig ein echter Hinhörer. Nicht selten erinnert sie an Deine Lakaien. Und zwar zur künstlerisch noch nicht so überfrachteten Frühzeit der Band. Hier kann jemand singen. Talent will genutzt werden, so ist es.

Höhepunkt der EP sicher der Opener Never Wanted. Romantische Passagen, hereinbrechende Dramatik und die satte Stimme voller Wendungen verzaubern einfach. Vielleicht deswegen, weil The Flood dazu eben keine kitschigen Klischees benötigen.

Spielraum bei der Produktion

Voller Charme offenbart sich High Above. Deutlich wird dabei allerdings, dass produktionstechnisch (Druck, Differenzierung der Klänge) bestimmt noch Ressourcen vorhanden sind.

Das trübt den guten Eindruck aber weniger, zu eigen der Pfad von The Flood. Something In The Way belebt die kalkulierenden Maschinen, deren elektronische Kühle die Stimme und Stimmung erst betont, ohne dabei auf krasse Effekte zu setzen. Es ist mehr ein elektronisch dichter Tonfluss, schön zu vernehmen bei Show Them.

Songidee und elektronische Funktionalität, es ist nur eine scheinbare Konkurrenz. Mensch-Maschine braucht sich. Ying und Yang. Würdigt den Kontrast, The Flood tut es.

Wertung: 7.5 von 10 Punkten (7.5/10)

Release Infos

Interpret: The Flood
Label: Flutlicht Records
Release:12.01.2012
Stil: Synthie Pop / Dark Wave

Tracklisting:
1. Never Wanted 04:08
2. High Above 03:46
3. Second Guest 04:36
4. Show Them 04:19
5. Don’t Speak So Loud 02:55



 
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