Bandvorstellung: Metroland (Electropop)

metrolandMetroland greifen im Rahmen eines streng definierten Konzepts die Eleganz früher Electropop-Musik auf. Schnell wird klar: Kraftwerk sind hierbei Impulsgeber und Inspiration. Metroland transportieren diese pure elektronische Musik in einen modernen Kontext.

Metroland

Metroland atmen spürbar den Geist der Düsseldorfer Kultelektroniker Kraftwerk. Hinter der Band stehen erfahrene Musiker, die ihre bisherigen Stationen allerdings bewusst nicht nennen wollen.

Nach langer Zeit des (bisweilen frustrierenden) Experimentierens haben Metroland ihre Ideen in einem schlüssigen Ansatz zusammengetragen.

Spürbar der positive Soundfanatismus kraftwerkscher Prägung, akribisch scheint jeder Klang jenen Platz einzunehmen, der ihm gebührt. Keine Zufälle, Metroland generieren glasklare, hochwertige und mit Charme intonierte Klanglandschaften.

Analoge Drums, warme, fast nostalgisch anmutende Flächen und Synths sowie die nimmermüde und geduldige Roboterstimme formen das musikalische Grundgerüst der Band.

Metroland hingegen als reine Kraftwerk Kopie zu sehen, wäre falsch. Das Duo agiert auch nicht nach dem “Less Is More”- Prinzip, obgleich der Ansatz überflüssige Sounds schnell eliminiert.

Druckvolle Bässe und ein bisweilen durchaus ambitioniertes Tempo garantieren ein wohladaptiertes Kapitel Gegenwart und Zukunft.

Das stringente Metroland Konzept

Passenger A und Passenger S setzen inhaltlich auf die Faszination Technik, das Thema Metro ist der Fixpunkt ihrer Arbeit.

Alle Titel des ersten Albums Mind The Gap drehen sich um Metro-Systeme, Transport und damit einhergehende Erfahrungen.

Die Zuneigung zum Klang als Botschaft, zum perfekt schwingenden Detail, das alles ist kein Zufall: Metroland zeigt sich als Projekt mit stringentem multimedialen Konzept. Elegant, manchmal steril und doch voller Schönheit.

Explizite Vorbilder

Ihre Einflüsse nennen Metroland ohne Umschweife: Es sind Kraftwerk und Komputer. Der Bandname Metroland wurde durch einen Remix von Komputer angeregt.

Emerged from the love for vintage keys and taking a direction which is directly inspired by the likes of British Mute Records act Komputer and German pioneers Kraftwerk, Metroland will ride you through an electronic landscape, layered with authentic warm sequences and robotic vocals, accompanied by analogue drum machines.

Gleichzeitig betont das Duo den Underground-Charakter ihrer Musik. Kein Widerspruch. Teile der modernen Electrokultur ergötzen sich seit geraumer Zeit an schlechter bis überladener Produktion, vornehmlich, um Härte zu suggerieren – oder zur Kaschierung fehlender Kompetenz.

Metroland sind der musikalische Widerspruch dazu, purer elektronischer Sound, das ist ihr Ziel.

Videos von Metroland

Metroland – The Passenger

Metroland – Enjoying The View

Metroland Links

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4 thoughts on “Bandvorstellung: Metroland (Electropop)”

  1. Wirklich interessante Band, aber der Klang ist doch etwas zu popig, auch wenn es Electropop sein soll.

  2. MaschinenChirurg sagt:

    Würde mich nicht wundern wenn jemand, aufgrund des Logos/Sound, von Welle dahinter steckt!

  3. shan_dark sagt:

    Gefällt mir unheimlich gut – und erinnert mich überhaupt nicht an “Welle Erdball”. Schön flächig, gute Samples und nicht zu poppig. Toll! Werde sie mir dieses Jahr auf dem BIMfest ansehen und bin schon gespannt.

    1. kw sagt:

      Stecken auch die Mitglieder einer belgischen EBM Formation dahinter ;-)

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