Ecki Stieg reaktiviert die Grenzwellen

Ecki Stieg kehrt 2014 mit der Kultradiosendung Grenzwellen zurück

Am 09.04.2014 kehren die legendären Grenzwellen zurück. 17 Jahre nach der letzten Sendung auf FFN startet Ecki Stieg mit frisch erweckter Leidenschaft neu. Die Sendung hat bei Radio Hannover eine neue Heimat gefunden.

Kultsendung Grenzwellen kehrt 2014 zurück

Ziemlich viele Hörer und Fans elektronischer und schräger Klänge dürften, wenn sie denn nicht zur ganz jungen Generation gehören, seinerzeit mit den Grenzwellen angefangen haben. Oder der Kultsendung zumindest begegnet sein..

Man saß regelmäßig mit dem Kassettenrekorder am Anschlag vor dem Radio, um Musik kennenzulernen, deren Zugang damals extrem limitiert war.

Das breite Grenzwellen-Spektrum garantierte neben den “normalen”, heutzutage etablierten Schwerpunkten auch Raum für Atonales und Ambientklänge.

Die Sendung stand für Neuheiten, Ideen, Wissen, Musik, die gefiel und auch Sachen, denen man mit dem irritierten “Was ist das??”-Faktor begegnete. Natürlich nicht ganz zufällig.

Ob am Mittwoch oder am Sonntag, bis zu 100.00 Hörer lauschten den Klängen und Interviews. Das Format hatte in den 80er und 90er Jahren somit einen starken Einfluss auf Informationsstand und Meinungsbildung.

Bands wie Front 242, Wolfsheim und Deine Lakaien erfuhren etwa durch die Grenzwellen einen großen Aufmerksamkeitsschub.

Im Zuge der selbst verordneten “Gleichschaltung” vieler Radiosender zog auch FFN 1997 den Schwanz ein und hinterließ seinerzeit ein große inhaltliche Lücke.

Neustart im April 2014

Seitdem ist viel passiert: Das Internet schafft sukzessiv seine eigenen Plattformen und nahezu unendliche Möglichkeiten, die seit einigen Jahren in gewissen Teilen wieder erstarkte Szene zu verfolgen.

Frisch erholt starten die Grenzwellen im April 2014 mittwochs auf Radio Hannover neu. 17 Jahre nach dem Aus, sicher nicht ohne gewisse Erwartungen und Ansprüche, sowohl vom Sender als auch von den neugierigen Hörern ausgehend.

Dem Protagonisten ist das bewusst und so wird neben der regulären Radiosendung auch ein Stream online abrufbar sein. Geplant ist ein kompletter Neustart, ein frisches Kapitel Grenzwellen.

Obwohl Klassiker ihren Platz haben, will Ecki Stieg keine Retrosendung fabrizieren. Ihn interessiert Neues, Rares und Innovatives. Dazu kommen Specials- mit bekannten EBM- und Electro-Acts.

Empfang der Grenzwellen

  • RADIO: Im Raum Hannover werden Ecki Stiegs Grenzwellen ab dem 09. April wöchentlich von 21.00 bis 24.00 Uhr auf der Frequenz UKW 87,6 MHz und der Kabelfrequenz 106,20 MHz zu hören sein
  • ONLINE: Unter http://www.radio-hannover.de kann die Sendung online verfolgt werden

Um es einfach zu machen: Seit langem mal wieder ein Grund, das verstaubte normale Radio anzustellen.

Ecki Stieg zum Neustart seiner Grenzwellen

Alles Zitate stammen von der Grenzwellen Homepage.

E. Stieg zum Zeitpunkt des Neustarts – warum jetzt?

Es spielen mehrere Faktoren eine Rolle: der erste ist ein persönlicher Grund. Nach Jahren diverser anderer Tätigkeiten, einigen Schicksalsschlägen und anschließender Erdung fühle ich mich jetzt wieder dazu bereit, diese Herausforderung noch einmal anzunehmen. Der zweite Grund ist, dass ich im letzten Jahr so viel neue Musik gehört und aufgesogen habe wie nie zuvor in meinem Leben. Ich habe Versäumtes aufgearbeitet und mir wurde klar, wie viel spannende, neue und innovative Musik es gerade auf dem Sektor der elektronischen Musik gibt. Hier herrscht wieder eine Aufbruchstimmung und ein Geist, den ich mit den Anfängen der Electronic Body Music Mitte der 80er Jahre vergleichen möchte und lange vermisst habe. Der letzte und entscheidende Faktor ist die Anfrage von Radio Hannover, die explizit diese Sendung haben wollten. Ich kenne Björn Stack aus meiner Zeit bei Radio ffn und habe bei Radio Hannover ein extrem gutes Gefühl. Wir kennen uns gut und es macht mir immer sehr viel Spaß, etwas Neues von Grund auf mit zu gestalten, was auch gerne über die Grenzwellen hinaus gehen darf.

… über die die grobe Richtung und die Erwartungen:

Trotz der Tatsache, dass heute fast alles im Internet verfügbar ist, hoffe ich mit Dingen überraschen zu können, die der Hörer noch nicht kennt.
Wohin die Reise tatsächlich geht, weiß ich selbst nicht. So eine Sendung hat zwar ein festes Grundkonzept, doch entwickelt schnell eine Eigendynamik.
Es wird wie früher feste Bestandteile wie ausführliche Interviews und Specials geben. Auch mit alten, bekannten Weggefährten. In der ersten Sendung hoffe ich, Klaus Schulze zu Gast zu haben. Nicht zuletzt auch aus dem Grund, weil er der Gast der letzten Grenzwellen-Sendung 1997 war. Somit wird hier schon der erste Kreis geschlossen.
Ich werde auch viele alte und bekannte Sachen, allein aus musikhistorischen Gründen, aufgreifen und auch zeigen, wohin die Reise gegangen ist. Um es kurz und treffend mit einem Titel von Klaus Schulze zu sagen: Tradition und Vision! Und eine Sache gibt es, die sich über die Jahre übrigens nicht verändert hat: meine Stimme.

Grenzwellen Links

zur Grenzwellen Homepage
zur Grenzwellen Facebookseite



"

8 thoughts on “Ecki Stieg reaktiviert die Grenzwellen”

  1. Theo Jansen sagt:

    NAAAAAAAA endlich

  2. Oliver sagt:

    Und wer Interesse hat, dies in Gemeinschaft zu hören, ist herzlich in das “Space Age” in der Hallerstraße 34 eingeladen. Beginn: 20:00 Uhr. Eintritt frei!
    Mehr unter: https://www.facebook.com/events/620452714712620/?ref_dashboard_filterupcoming

    1. klangwelt sagt:

      Danke für den Hinweis!

  3. STOP LOUDNESS WAR sagt:

    Warum ausgerechnet bei “Laut.FM”?
    Die Sendegruppe wird sich ihren namen gerecht in dem sie alle Programme mit dieser furchtbar brutal LAUTEN “Brüllaffengeschrei” Werbung zermalmt und die Leute verschreckt! Dieses grausamme geschreie ist unerträglich!

    1. klangwelt sagt:

      In dem Text steht nichts davon, dass E. Stieg bei laut.fm neu startet. Die Grenzwellen-Empfangsmöglichkeiten sind doch beschrieben. Die Kritik an der Werbung bei laut.fm ist hingegen durchaus nachzuvollziehen. Von den Stationsbetreibern wurde die zu laute und “kreischige” Werbung mehrfach im internen Forum angesprochen. Die Mitarbeiter der Plattform selbst sind allerdings extrem fleißg, um die technische Basis überhaupt zu gewährleisten.

      1. STOP LOUDNESS WAR sagt:

        So wie ihre Webseite gestaltet ist vermittelt diese sehr wohl den eindruck das Ecki Stieg’s “Grenzwellen” etwas mit ihren Sender zu tun hat! Zumindest inhaltlich was die Musik betrifft errinert Laut.FM/Klangwelten sehr stark an das was Ecki damals beim FFN gemacht hat! Wenn da nicht dieses Gehör zerschmetternde Ur-Geschreie zwischendurch wäre könnte ihre Station durchaus Stammsender bei mir werden Musik-inhaltlich gefällt mir ihr Programm echt super gut!

        Was den “Loudness War” betrift versuche ich nur allgemein aufmerksam darauf zu machen wie schädlich dessen auswirkungen auf die Menschliche Psyche bzw. die Wahrnehmung solch manipulierter Tonquellen ist.
        Musik so dermassen zu vergewaltigen grenzt eindeutig an Kunstverschandelung. Das ist wie wenn man ein hochwertiges edles Bild einfach stumpf “greller” übermalt.
        Und die sch*** überdreht “Kreischige” Werbung ist schlichtweg einfach nur Staatlich legaliesierter Psychoterror bzw. Massen-Stalking!

      2. klangwelt sagt:

        Also von der Gestaltung seh ich jetzt keine Ähnlichkeit zu den Grenzwellen oder der Grenzwellen-Website, ist auch nicht intendiert. Dass es musikalische Überschneidungen zu den frühen Grenzwellen gibt, mag durchaus sein. Das war ja wie im Artikel über Eckis Comeback beschrieben damals einfach Pflichtprogramm und Entdeckungsreise in einem, so dass einige Klassiker jener Zeit natürlich auch im KW-Radio laufen.

        Dass das Programm des KW-Senders bei laut.fm gefällt, freut natürlich und die inhaltliche Kritik an der zu lauten Werbung ist durchaus verständlich (und wird wie erwähnt auch weitergegeben), ist aber leider schwer zu beeinflussen. Vermutlich wäre direktes Feedback an laut.fm eine Option.

        Zu dem “Loudness War” ist noch anzumerken, dass er sich in der Produktion vieler Bands ebenfalls findet, selten zum Vorteil des Klangs. Zu recht ein kontrovers diskutiertes Thema.

  4. STOP LOUDNESS WAR sagt:

    Vielen dank für ihre Mitarbeit! Bin so frei das Thema denn hier zu beenden!

    LG

Deine Meinung – antworte mit einem Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert