Besessen vom Szenegeist: Trilogy – Entombed Love

Entombed Love ArtikelbildNach den EPs Combat Surfer, Someone Inside und Different World kündigen Trilogy mit der neuen Single Entombed Love ihr Album Forced Perspective an. Dabei zeigen die Musiker erneut, wie sehr sie auf Individualität und den ursprünglichen Szenegeist setzen. Ein spannendes Release (nicht nur) für Dark-Electro-Fans.

Trilogy – Entombed Love

Jens Müller (Vocals) und Erick Miotke (Musik) bilden Trilogy. Live werden sie von Chris „Léo“ Leonhardt an den Drums unterstützt. Dabei knüpfen die Musiker nicht nur an das namhafte Dark-Electro-Projekt TRIAL an, sondern setzen dessen Weg mit neuen Impulsen fort.

Wie sehr die Musiker im gleichsam rhythmischen wie atmosphärischen Szenesound verankert sind, zeigt die neue Single Entombed Love, welche im Jahre 2021 dem Album Forced Perspective vorausgeht.

Elektronische Härte und Tiefe, ja sogar eine gewisse Mystik, schließen sich bei Trilogy nicht aus. Vielmehr macht dieser raumgreifende Mix das deutsche Projekt derzeit aus.

Dark Electro mit Rhythmik, Raum und Tiefe

Es deutete sich auf den vorausgehenden Releases bereits an, dass die Musiker in der Lage sind, Songs zu kreieren, die einerseits Traditionen elektronischer Underground-Musik der 90er Jahre fortschreiben, in Hinblick auf den Ausdruck aber nicht im Damals verharren.

Bei Entombed Love fällt die abwechslungsreiche, betont organische Rhythmik ebenso auf wie die sehr differenzierten, sich teils überlagernden Sequenzen und Klänge.

Es ist, als würde man in einem zwielichtigen Gewölbe wandeln und dabei stets etwas Bewegung an der Grenze der eigenen Wahrnehmung vermuten: eine Reflektion, ein Hall, eine fliehende Bewegung. Nicht direkt greifbar oder doch beunruhigend präsent.

Wohlige Unruhe

Die Musik von Trilogy strahlt beständig eine faszinierende, gleichsam flirrende Wirkung aus. Geschickt setzt das Duo in diesem mystischen Klangraum Sounds in Szene, die eben nicht gängig sind, sondern mit ihrem individuellen Charakter punkten.

Und diese aufwendige Suche nach geeigneten, aussagekräftigen Sequenzen, Flächen oder Fanfaren ist das, was den Geist der frühen Szenebands so auszeichnete. Die nachhallenden Vocals des Frontmanns passen dabei zum schattigen Ambiente der neuen Single. Sie vermitteln eine dosierte Kraft, welche die Songidee transportiert.

In ihrem vielschichtigen Dark-Electro-Soundmantel integrieren Trilogy einen gelungenen melodischen Refrain. Er weißt einen Charakter auf, der durchaus als “catchy” zu bezeichnen ist.

Die EP bietet mit dem maschinellen und samplegespickten Red Sparrow einen zusätzlichen, recht EBM-lastigen Track, welcher ruhenden Knochen eben diese versagt. Erneut glänzt die Soundauswahl mit Originalität, mit Eigenheit.

Viele auf der EP enthaltenden Remixe runden das Release ab: Hervorzuheben sind der pushende, sicher gut für Clubs geeignete Pyrroline Remix von Entombed Love sowie der ausladende und adäquat betitelte Decay Mix. Er inszeniert und betont das Morbide der Nummer.

Entombed Love Video

EP Tracklisting

01. Entombed Love (3:47)
02. Red Sparrow (4:07)
03. Entombed Love (Pyrroline Remix) (3:47)
04. Entombed Love (Hole Mix) (3:26)
05. Red Sparrow (Nuke Mix) (5:00)
06. Entombed Love (Postulate Remix) (4:32)
07. Entombed Love (Decay Mix) (8:29)
08. Entombed Love (Leobeats Mix) (3:47)

Trilogy Links

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