Bandvorstellung: Forced To Mode / Forced Movement

Bandvorstellung: Forced To Mode / Forced MovementDepeche Mode Coverbands sind nicht selten Fanprojekte. Dementsprechend die daran gemessenen Ambitionen. Völlig OK. Technisch anspruchsvolle Coveracts finden sich schon seltener, extrem Gute sind eine echte Rarität. Hier ist eine davon: Forced To Mode. Eingebettet in das “Dachprojekt” Forced Movement sind echte Musiker am Werk, die auf höchster Qualitätsebene performen.

Forced To Mode / Forced Movement

5. Juli 2014 in Sandersleben, Familientreffen X. Kurz nach Mitternacht – also eigentlich schon der 6. Juli.

Eine große und wachsende Meute normalerweise straight losstampfender EBMer feiert ausgelassen zu famosen Depeche Mode Coverversionen, schunkelt und singt begeistert mit.

Das muss man am Ende eines bisweilen sehr physischen Festivals erst mal schaffen.

Keine Frage, Forced To Mode haben gewagt und gewonnen, die Musiker überzeugen bei ihrem zweiten Besuch des Familientreffens mit Herz, Sound und handwerklicher Qualität.

Schon der Opener To Have And To Hold glänzt, toll eingespielt und noch besser gesungen. Sänger Christian Schottstädt sieht nicht nur dezent aus wie Herr Dave Gahan zu seiner Langhaarzeit, er hat eine fast identische stimmliche Klangfarbe.

Eine gute Basis, aber das reicht natürlich nicht alleine: Erweitert mit starken, authentischen Betonungen, dem so typischen (atemlosen) Stöhnen und gekonnten Tanzeinlagen mutiert die Performance zu einer echten Liveerfahrung.

Schließt man die Augen, könnten in diesem Moment die echten Depeche Mode spielen, so gut ausgesteuert und perfekt eingespielt erklingt der Sound.

Angenehm druckvoll der Gesamtvortrag. Die Songauswahl überzeugt und lässt neben den Hits auch Platz für Überraschungen.

Zusätzlich besitzt die Band die Fähigkeit, dosiert eigene Ideen und Liveaction in die Coverversionen einzubauen, etwa beim percussiven Start von Master And Servant.

In besonders intensiven Passagen spielen die Bewunderung der Originale, die eigenen musikalischen Fähigkeiten und das Triggern nostalgischer Momente der DM-Historie perfekt zusammen. Mehr als ein Coverkonzert, ein professionelles Tribut bester Machart.

Video: Never Let Me Down Again live in Sandersleben

Was ist was? Forced To Mode / Forced Movement

Wie heißen sie denn nun eigentlich? Etwas Recherche schafft Klarheit, denn man startete eben nicht als Depeche Mode Coverband.

Nein – Forced Movement als Projekt betonen das Eigene, die Mixtur aus Pop, Rock oder Electro. Gerne düster oder auch mal melancholisch.

Wenn es eine Nähe zu Depeche Mode gibt, dann zur Songs Of Faith And Devotion Phase, nur noch erdiger und fragiler.

Kurzer Abriss: Forced Movement wurde von Thomas Schernikau (Guit/Keys/Voc) Ende des ausgehenden Jahrtausends gegründet. Zusammen mit Frank Sander (Keys/Voc) produzierten und schrieben sie erste eigene Songs.

Im Sommer 2007 stieß dann Christian Schottstädt als Frontmann und Sänger zur Gruppe, die Band war komplett.

Last nannte sich das 2009 erschienene Debüt, das auch live ausgiebig präsentiert wurde. 2010 folgte Salt, zur Hälfte aus neuen Songs und Remixen bestehend.

Eigene Impulse – das Video Conspiracy Theory

2012 gewannen Forced Movement zusätzlich den DS5-Musik-Contest, in der Jury saß u.a. Götz Alsmann.

Der Gewinner-Track Mountain King schaffte es auf die Heft-CDs vom Rolling Stone und vom Musikexpress.

2011: Coverversionen als Forced To Mode

Erst im Sommer 2011 wurden Forced Movement mehrfach und eindringlich gebeten, ein Depeche Mode-Coverprojekt zu gründen.

Forced To Mode war geboren. Zusammen mit dem versierten Gitarristen Matthias Kahra überzeugten die Jungs schnell, nicht nur eingefleischte Depeche Mode Fans.

Forced To Mode nimmt inzwischen einen großen Platz in der Arbeit von Forced Movement ein, dennoch gibt es bald neues Material des Urprojekts.

Forced To Mode / Forced Movement Links

zur Forced To Mode Facebookseite
zur Forced Movement Facebookseite
zur Forced Movement Homepage

Comments
  1. easytiger

Kommentieren

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Angaben in den unteren drei Feldern: Nickname - Mail - Website (optional)