Poesie Noire – ‘Sense Of Purpose’

poesie_noireEine kontroverse Electrowave-Band der 80er, oder wie die belgische Musikzeitschrift Oor sagte: „Eine der meist diskutiertesten belgischen Gruppen, die gleichsam durch Produktivität als auch ständigem Drang nach Wandel ausgezeichnet ist.“ Nach fast 20 Jahren überraschen Poesie Noire das Publikum mit neuen elektronischen Wave- und Poptönen.

Poesie Noire – ein kurzer Rückblick

Ihr sogenannter ‘intellektueller Wave’ bescherte ihnen eine kleine, aber treue Anhängerschaft. Die Single Oblivion zählt bis heute als ein Highlight der Bandgeschichte. Später entwickelten sich Poesie Noire mehr in die Richtung elektronischer und dance-orientierter Musik, vor allem beeinflusst vom Erfolg der Pioniere Front 242.

Pity For The Self war ein derartig EBM geprägter Track, erhielt aber vergleichsweise wenig Aufmerksamkeit.

Jo Casters erklärt in Wit-Lof from Belgium:

Ich habe mit 14 angefangen Musik zu machen und alles ausprobiert: Hardrock, Folk, Punk. Es gibt genug Bands hier in Genk. Ich habe angefangen zu singen, weil das immer das schwierigste für eine Band war, jemand passenden hierfür zu finden.

Ein paar Monate später haben wir dann unsere erste Platte aufgenommen. Wir waren schwer von Front 242 und Neon Judgement beeinflusst, aber wollten uns mehr auf der poppigen Seite bewegen. Deswegen gehören Paul Haig und Fad Gadget auch zu unseren Einflüssen. Kurzum: Electropop.

Von Wave über EBM bis New Beat

poesie_noire_logoFrontmann Jo Casters ist bestens bekannt für seine Rolle in der New-Beat-Welle.

Zusammen mit Herman Gillis (Bandkollege bei Poésie Noire) und Roland Beelen (Producer für Antler Records) gründete er das berüchtige Produzenten- Trio ‘Morton, Sherman and Bellucci’.

Sie produzierten meist sich selbst, mit einem Dutzend verschiedener Pseudonyme wie Taste Of Sugar, Erotic Dissident oder Secrete Of China.

Popzeiten in den frühen 90ern

Nach der New-Beat-Ära brachte Jo Casters sein Poésie Noire-Projekt auf eine ganz andere Schiene: Das Album Marianna aus dem Jahr 1991 war ein fast reines Popalbum und brachte der Band mehrere Radiohits ein.

Bandmitglied und Elektronik-Zauberer Herman Gillis erfand die sogenannte ‘Sherman Filterbank’, die als Effektgerät bei Produktionen von Größen wie Chemical Brothers, Madonna oder U2 internationale Berühmtheit erlangt hat.

Nachdem das Projekt in den anbrechenden Neunzigern zum Stillstand kam, begann Jo Casters zunächst als Eventmanager, anschließend wieder im Musikbusiness als A&R-Manager für den Belgischen Arcade-Ableger.

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Fortsetzung mit Sense Of Purpose

Nun erweckt sich Poésie Noire mit dem neuen Werk Sense Of Purpose wieder zum Leben, ein Livecomeback folgt ebenfalls. Erste Hörproben zeigen einen musikalischen Rückgriff auf dosierte Elektronik und dezent-wavige Melodien.

Sense Of Purpose Tracklisting

01 The Air
02 Hangman
03 Eureka
04 We’ll die dancing
05 Choosers
06 Dream One
07 The Radio Plays
08 Die Sonne
09 Forget the unforgettable
10 Uncertain Smile 2010

Poesie Noire Links

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zur Poesie Noire Discographie



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