De/Vision – ’13’ (Vö. Mai 2016)

Cover: De/Vision - 13Die Geschichte hinter dem dreizehnten De/Vision Album, passend 13 betitelt, ist ebenso interessant und spannend wie das musikalische Resultat. Die Band ging vor dem Release mit der Pledge-Music Vorfinanzierung neue Wege: Mit Erfolg, wie die bisher beste Chartposition (Platz 11 im Juni 2016) der Bandgeschichte zeigt.

De/Vision – Dreizehn

Seit dem Jahr 1988 zählen die Berliner Electropopper De/Vision zu jenen Vertretern, die den seinerzeit von Depeche Mode initiierten Synthpop-Boom in Deutschland aufgegriffen, interpretiert und für sich fortgeschrieben haben.

Sie sind am Ball geblieben, wagten in diesem Zuge zudem ein paar musikalische Ausflüge, ohne dabei in Gefahr zu geraten, ihren Weg aus den Augen zu verlieren.

De/Vision agierten meist nicht so auffällig wie ihre damaligen Vorbilder, aber sie punkteten oft mit einem ausgeprägten Sinn für verführerische Melodien und zündende Refrains.

Neben Camouflage und teilweise auch Beborn Beton standen und stehen Steffen Keth und Thomas Adam für charismatische Arrangements, welche moderne Sounds mit analogen Klängen problemlos einen.

Vorfinanzierung und Ausrichtung

Wichtige Entscheidungen traf man bereits vor dem Album: Die Musiker trennten sich nach zwölf Jahren vom Produzenten-Team Schumann & Bach und arbeiten nun mit Ken Porter zusammen.

Kein Unbekannter, denn der Musiker, Komponist & Produzent fertigte für die Band bereits mehrere gut rezipierte Remixe an.

Zudem holte man die Fans mit an Bord, indem das Album via Pledge-Music vorfinanziert wurde. Ein zeitgemäßer Ansatz, er minimiert Risiken und befindet sich doch dicht bei den Hörern, denn diese begleiten gegen Beteiligung den Entstehungsprozess eines ganzen Albums.

Dieser Schritt zahlte sich aus: 13 landete im Juni 2016 auf Platz 11 der deutschen Albumcharts – der bisher größte Erfolg für die so lange aktive Band.

Dreizehn Videoteaser

Homogenes und reifes Werk

Mit 13 liegt ein homogenes Album mit strukturierten Arrangements und nachdenklichen Texten vor. Gespür für das Schöne, das Fragile (Essence, Read Your Mind) und die bündige Melodie, diese Merkmale treten auch 2016 deutlich zum Vorschein, passend und sauber produziert.

Trotz des elektronischen Fokus wirkt das Werk geerdet, reif und souverän. Es passt zum Habitus der Band, die sich für Musik begeistert, aber immer darauf achtet, nicht abzuheben oder sich Extravaganzen zu leisten – das ist nicht der De/Vision Stil.

Insgesamt kehrt man zum schnörkellosen Synthpop zurück. Eine Ausrichtung, die natürlich langjährige Fans sehr anspricht. Mit Starchild gelingt De/Vision zudem erneut eine sehr intensive und dezent hitverdächtige Popnummer mit langem Nachklang.

13 Tracklisting

  1. Who Am I
  2. Essence
  3. Starchild
  4. Where is the light?
  5. Synchronize
  6. Prisoner
  7. Read your mind
  8. Their world
  9. Gasoline
  10. The firing line

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