Twice A Man – ‘Presence’ (Vö. November 2015)

Twice A Man - PresenceWenn man die Meister des Understatement suchen würde, Twice A Man würden sich auch dem entziehen. Rampenlicht war noch nie ihre Sache, Qualität schon – und die ist auf dem neuen Album Presence wieder reichlich zu vernehmen. Wunderschöne Synthiemusik mit sehr dunklem Einschlag aus dem frostigen Schweden.

Twice A Man – Presence

Über 30 Jahre sind Twice A Man schon aktiv, immer auf der Suche nach dem Stimmungsvollen im Hintergrund, umgesetzt in Titeln voll unterschwelliger Andeutungen. Stringente Klangästhetik, die nie in Gefahr gerät, Klischees zu bemühen.

Dan Söderqvist und Karl Gasleben (geboren als Ingemar Ljungström) trafen sich bereits in den frühen 1970ern, ein paar Jahre später formierten sie sich als Cosmic Overdose, erst 1981 erfolgte die Umbenennung in Twice A Man.

Konsequent arbeitet das Duo seitdem mit Synthesizern, um atmosphärische und vor allem szenische Musiklandschaften zu generieren. Ab 1984 bereicherten Sampler ihren Ansatz.

Das Debüt, Music for Girls (1982), gilt heute als Klassiker subtiler Musik. 19 weitere Alben, einige EPs und Singles folgten – sie verankerten die Band fest zwischen Dark Wave, Soundtrackklängen und dunklem Synthie Pop.

Mit Decay gelang ihnen ein Klassiker für die Ewigkeit, dessen eisige Faszination bis heute nachwirkt.

Erstes reguläres Album seit 5 Jahren

Icicles, das letzte reguläre TAM Werk, stammt aus dem Jahre 2010 und wird nun durch Presence beerbt.

Die Band skizziert es als …

… a collection of traditional synthpop songs in predominantly minor scales.

Und Presence enthält einige der stärksten Tracks der Bandgeschichte, es kommt in manchen Momenten für Twice A Man Verhältnisse überraschend wuchtig (Here Comes The Rain, Black, Lines) herüber.

Dabei wird das Typische der Band aber nicht in den Hintergrund gedrängt, denn Nummern wie A World Is Gone oder Time Of Terror inszenieren das Epochale und und Gewichtige.

Psychedelisch, romantisch und bisweilen druckvoll, ausgestattet mit dem Gespür für die große, aber niemals zu populäre Melodie, so klingen die beiden Musiker im Jahre 2015.

Ohne Zweifel nach wie vor spezielle Musik, diesem Anspruch haben sich Twice A Man konsequent verschrieben – und dennoch könnten Synthpopfans mit offenem Visier eine echte Perle für sich entdecken.

Erschienen ist das jüngste Werk am 16.11.2015.

Presence Tracklisting

01. A Time Of Terror
02. Here Comes The Rain
03. A World Is Gone
04. Black
06. Presence
07. Kick The Earthdrum
08. Universal Stream
09. High In The Clouds

Twice A Man Links

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