Review: Spark! – Genom Stormen EP

Spark! - Genom StormenEndlich mit einem Plattenvertrag ausgestattet, kommen Spark! gleich mit der Genom Stormen EP angerauscht. Das gleichnamige Titelstück, Tankens Mirakel und zwei Remixe tummeln sich zu viert auf dem Tonräger – kurz und knackig.

Spark! – Genom Stormen

Das Video zu Tankens Mirakel geistert schon etwas länger bei Youtube rum. Es macht schnell deutlich, dass Spark! den poppigen Anteil ihrer Musik ausbauen. Das letzte, wirklich famose Album Ett Lejon I Dig ( Review hier) profitierte hingegen nicht unwesentlich von der konkurrierenden Spannung aus Tempo, trocken abgefeuerten Sequenzen und gekonnter Melodie.

Spark! werden poppiger

Auf die Gefahr hin, etwas zu pauschalisieren: Die Songs sind – wie bei den Schweden nicht anders zu erwarten – schlichtweg gut. Gut deshalb, weil das Gespür für Songgestalt und die eigenwilligen, auf schwedisch intonierten Vocals glänzend harmonieren.

Was den neuen Songs allerdings etwas abgeht, ist die Dynamik und Energie aus Gegensätzen. Die melodischen Tracks sind nun, bei aller Tanzbarkeit, recht weich produziert. Ein bisschen fehlt daher der besondere Funke.

Nitzer Ebb wurde damals beim Song Come Alive von der AS IS scherzhaft unterstellt, sie würden mit dem neuen Klang die Frauenherzen erobern wollen. Spark! schmettern ihre Refrains ebenfalls recht leidenschaftlich in den Raum – vermutlich, weil sie es können.

Pluspunkt Remixe

Das Songpotential stimmt nach wie vor. Deutlich wird dies beim Project-X Remix von Tankens Mirakel, der ganz minimal gehalten ist und auf weiche Flächen verzichtet. Der Remix wertet den Song weiter auf und verleiht ihm eine eigenwillige kühle Note. Recht nahe beim Original bleibt der rhythmisch ausgearbeitete Leaether Strip Remix von Genom Stormen.

Fazit: Spark! liefern aufgrund ihrer bekannten Songwriter-Qualitäten eine sehr überzeugende Electropop-EP ab. Diese dürfte auch Leute, welche mit dieser Art von Musik noch nicht so vertraut sind, ansprechen. In dem Sinne besitzt die EP durchaus kommerzielles Potential. Spark! sei jeder Erfolg gegönnt und in Zukunft darf trotzdem gerne wieder etwas mehr Härte aufblitzen.

Wertung: 7.5 von 10 Punkten (7.5/10)



 
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