Musik inspiriert durch Film und Fernsehen

Grafik: Film und FernsehenMusik inspiriert durch Film und Fernsehen: Sänger und Songwriter sind am laufenden Band damit beschäftigt, neue Inspiration für ihre Musik zu finden. Dabei greifen sie auf zahlreiche Quellen zurück. Während viele Musiker ihr eigenes Leben als Vorlage für ihre Texte nehmen und Erlebnisse und Gefühle verarbeiten, lassen sich andere von Filmen, Büchern und anderen Werken anregen. Hier sind einige spannende Popsongs und Undergroundtracks, die durch Film und Fernsehen inspiriert wurden.

Popkultur als Inspirationsquelle

Für viele Musiker sind Referenzen der Popkultur in ihren Songs nicht nur ein guter Weg, um interessante Texte zu schreiben, sondern auch um mehr Aufmerksamkeit zu erhalten. Dies kann vor allem unbekannteren Künstlern zu einem Push in die richtige Richtung verhelfen.

Selbst weltberühmte Bands lassen sich von beliebten Themen der Unterhaltungsbranche anleiten und haben dabei einige Riesenhits abgeliefert. Filme, Bücher und andere Musikstücke sind wohl die Inspirationsquelle Nummer eins, doch auch andere Thematiken werden immer wieder gerne verarbeitet.

Einige berühmte Songs beziehen sich bspw. auf klassische Casinospiele, da diese für Spannung und Nervenkitzel stehen und als großartige Metaphern für das Schicksal verwendet werden können. Der Song Ace Of Spades von Motörhead ist damit ein Megahit geworden und in die Geschichte der Popkultur eingegangen, so Betway.

Weitere Spiele dienen als perfekte Vorlage für erfolgreiche Songs. Im Lied Nintendo Game von Alessia Cara singt die R&B-Künstlerin darüber, wie Liebe als Spiel gesehen wird – die Metapher funktioniert großartig. Für viele wird jedoch die Filmreferenz am liebsten genutzt.

NIN – Only

Das Musikprojekt Nine Inch Nails ist für seine außergewöhnlichen Sounds im Industrial Metal und Rock sowie für mitreißende Texte bekannt. Für den Song Only nahm sich Songtexter Trent Reznor den Film Fight Club zur Vorlage.

Darin wird das Leben des namenlosen Hauptcharakters von einem Treffen mit dem Seifenhersteller Tyler Durden komplett auf den Kopf gestellt. Immer mehr verschwimmen die Leben der beiden, am Schluss wartet der große Plot-Twist. Im Song Only wirkt es beinahe so, als würden NIN aus der Perspektive des Erzählers singen.

Die Songzeile „I just made you up to hurt myself“ (übers.: Ich habe dich nur erfunden, um mir wehzutun) ist eine eindeutige Hommage an den Kultfilm. Für das Video zum Song führte David Fincher Regie, der auch die Buchverfilmung von Fight Club gedreht hat.

Die beiden Künstler haben bereits bei zahlreichen anderen Projekten zusammengearbeitet, so Rolling Stone. Sie sollen sogar an einer Fight-Club-Rock-Opera getüftelt haben.

Billie Eilish – Bury a Friend

Die Schock-Sängerin Billie Eilish ist für ihre extremen Texte und gruseligen Musikvideos bekannt, die direkt aus einem Horrorfilm stammen könnten. Für ihren gerade erschienenen Song Bury A Friend und das dazugehörige Video ließ sich die US-amerikanische Sängerin von dem Film Der Babadook inspirieren.

In dem schauderhaften Streifen werden eine Mutter und ihr Sohn von einer Figur aus einem Erzählbuch verfolgt, der wie ein Schatten wirkt. Ähnlich versteckt sich die Sängerin unter dem Bett eines Schlafenden in ihrem Musikvideo. Auch Elemente aus „American Horror Story“ gelten laut ihr als wichtige Einflüsse für den Song.

Alt-J – Matilda

Die Alternative-Folk-Bank Alt-J brachte 2012 den Hitsong Matilda heraus, in dem eine Frau besungen wurde, die mit der Band befreundet ist. Gleichzeitig war der Song laut Aussagen der Songwriter eine Hommage an Natalie Portman im Film Léon – Der Profi, in dem die verwaiste Matilda auf einen Profikiller trifft, der sie bei sich aufnimmt und ihr sein Handwerk lernt.

Die Band brachte später auch einen Song namens Leon heraus, der dem Hitman gewidmet wurde. Der Song Matilda erschien auf dem Album An Awesome Wave, welches zahlreiche Preise absahnen konnte, darunter auch den Mecury Music Prize. Leon war nicht auf dem Album platziert.

Deep Blue Something – Breakfast at Tiffany’s

Die Band wurde für ihre rockigen Sounds in den 90er Jahren bekannt. Ihr erster Erfolgshit schaffte es 1994 in die Charts. Der Song Breakfast at Tiffany’s wurde in der ganzen Welt rauf- und runtergespielt und stellt eine Hommage an Audrey Hepburns Meisterwerk aus 1961 dar.

Die Idee zum Song soll der Band übrigens beim Ansehen eines anderen Films der Schauspielerin gekommen sein, und zwar während des Films Ein Herz und eine Krone. Man entschied sich dazu, dass der andere Titel jedoch besser ins Ohr ging.

Im Song beschreibt die Band eine Konversation mit einer Frau, welche der Meinung ist, dass sie nichts mit dem Sänger gemeinsam hat. Nur die Liebe zu dem Film verbindet die beiden.



 
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