Review: Parralox – ‘Supermagic’

parralox - supermagicParralox sind in zwei Welten zu Hause. Sie beherrschen die Kunst der Massentauglichkeit ebenso wie den Spagat, dabei eigen und gleichermaßen eingängig zu klingen. Ist das, wie ihre neue Single vorgaukelt, nun Supermagic oder gekonnter Hokuspokus?

Parralox – Supermagic

Menschen haben mitunter zwei Gesichter. Viele Bands ebenso. Und Parralox erst recht.

Da ist die kalkulierte Produktion ohne Sperren für das Ohr des Mainstreamhörers. Bekannte Harmonien sorgen dafür, dass man schnell mitwippt. Supermagic gibt sich zugänglich und verbreitet – und das machen Parralox gerne – einen gewissen 90er Charme.

Ganz wertfrei gesehen ist das Musik für die Charts, kalkuliert umgesetzt und mit einem stylischen und kühlen Flair versehen. Das ist die taktische Seite der Band, jene, die Erfolg will.

Und doch sorgt die melodische Kühle dafür, das Parralox aus dem Wust langweiliger Dancebands herausragen. Sie umgibt ein angenehmes Flirren, die reizende Stimme von Frontfrau Amii und schmissige Songideen garantieren einen hohen Erinnerungswert.

Supermagic vereint Mainstream und Stil

Parralox 2010 iiiSupermagic gehört zu der seltenen Gattung jener Tracks, die durch die Aufarbeitung als Single gewinnen. Der Original Edit füttert den Hörer mit Eingängigkeit an, wirkt in der recht drucklosen Machart aber gegenüber der spritzigen Singleversion wie ein Demo.

Parralox funktionieren als fitter Danceact mit einfachen, aber eben nicht simplen Melodien am besten. Sie vereinen dabei vieles: 80er Inspiration, 90er Dance und topaktuelle Produktion.

Bei den Mixen arbeitet vor allem die Extended Version die elektronischen Spielereien des Songs aus und sorgt für kurzweiliges Vergnügen.

Erwartungsgemäß orientieren sich die weiteren Remixe an gängigen Electrotrends und betonen den rhythmischen Charakter der Veröffentlichung.

Starker Extratrack Time

Mit Failure (Reproduction) und Time (Dark Version) schließen Parralox die Supermagic EP recht ruhig ab.

Failure erinnert etwas an Erasure, verzaubert den Hörer aber eher mäßig, während Time in seiner reduzierten Machart einen innigen Charakter bekommt und gesanglich in viel Hall eingebettet überzeugt.

Aus den Gehörgängen verschwindet Supermagic nicht so schnell, der Songs krallt sich in hartnäckig fest und suggeriert dem Hörer, dass er ‘Repeat’ drücken soll. Irgendwie unheimlich – oder besser gesagt: magisch?

Wertung: 8 von 10 Punkten (8/10)

Supermagic Release Infos

Interpret: Parralox
Label: Conzoom Records
Release: 27.08.2010
Stil: Dance & Electronic

Tracklisting:
Tracklisting (digitale Edition – * Tracks exklusiv):
01. Supermagic (Radio Version)
02. Supermagic (Extended Radio Version)
03. Supermagic (Original Edit) *
04. Supermagic (Silica Gel Remix) *
05. Supermagic (Breakdown Edit) *
06. Time (Dark Version) *
07. Homecoming (Edit) *
08. Failure (Reproduction) (Edit) *

Tracklisting (limitierte CD-Ep Edition – * Tracks exklusiv):
01. Supermagic (Radio Version)
02. Supermagic (Original Extended) *
03. Supermagic (Assemblage 23 Edit) *
04. Supermagic (Extended Radio Version)
05. Supermagic (Breakdown Extended) *
06. Time (Full Length Dark Version) *
07. Homecoming (Extended) *
08. Failure (Reproduction) (Extended) *



 
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