Bandvorstellung: AEON RINGS (Synthpop/Wave/EBM)

Bandvorstellung: AEON Rings (Synthpop/Wave/EBM)In ihrer noch übersichtlichen Bandgeschichte entziehen sich AEON RINGS (korrekt geschrieben: ÆON RINGS) geschickt der genauen musikalischen Lokalisierung. Zu düster und weitläufig für reinen Synthpop erklingen viele Songs – allerdings auch zu energisch und wuchtig, um als reiner Wave- oder Cold-Wave-Act zu gelten. Keine Schwäche, sondern eine Stärke, wie das bisherige musikalische Material zeigt. Der Blick auf eine bisweilen übersehene Szeneband.

ÆON RINGS

Davey Partains, seines Zeichens leidenschaftlicher DJ und Musiker, Geschichte kennzeichnet eine lange Liebe zu dynamischen Klängen. Mit AEON RINGS widmet sich der Protagonist bedrohlichen, melodischen und zeitlos-faszinierenden elektronischen Synthieklängen – formuliert für Tanzflächen und das Ambiente eines Kinos.

Die ungewöhnliche Mixtur spricht Liebhaber von Dark Wave, Synthpop, knallharten EBM-Grooves und cineastischen Soundscapes an. Mehr noch: Sämtliche Ansätze sind nahtlos miteinander verwoben. Einige der teilweise betörenden Tracks hauchen dem Underground schillerndes Leben ein.

Floods EP (2014)

Für erste Resonanz sorgte im Jahre 2014 die Floods EP. Ihre eingängigen Kompositionen weisen nicht nur eine elegante Gefälligkeit auf, sie vermitteln ein düsteres Flair, betonen einerseits ausdrucksstarkes Songwriting, dann wieder den wavigen Aspekt des Projektes.

Überragend der Opener Downing, dessen frostige Schönheit die Vocals hofiert: Ein erster Schritt, um auch innerhalb der Szene Fuß zu fassen.

Nach der EP war es lange still um AEON RINGS, fast schien das vielversprechende Projekt bereits nach der ersten Botschaft leise abzutreten. Erst mehrere Zyklen später, jetzt im Jahre 2022, erschien mit Enemy das erste komplette Album.

Debütalabum Enemy (2022)

Enemy ändert einige Aspekte: Zu den differenzierten Stimmungen, den typisch kühlen Flächen und nach wie vor innigen Melodien (Closet Case, September Sober) treten härtere Elemente aus der EBM und Electro hinzu. Bässe und Sequenzen adressieren EBM- und Electro-Fans ebenso zielgerichtet wie gekonnt.

Die Mixtur pulsiert vor Energie und bietet gleichzeitig eine satte melodische Kompetenz. Klar, mitunter auch düster im Vortrag (Adam Hadem, Enemy) legen sich die Vocals auf die rhythmischen und intelligent designten Kompositionen.

Poppige Arrangements, denen stets der Blick hinter den Horizont innewohnt, lassen immer wieder eine Art lockere Verspieltheit einfließen.

Wave (Slow Choke), Synthpop (Lover, IO, All Mine) und EBM (Fully Operational, Body 2 Body) verschmelzen auf Albumlänge zu einem konsistenten Gesamtwerk.

Enemy verabschiedet sich mit der gefühlvollen Popballade September Sober. Als explizites Highlight verdeutlicht Fully Operational den um neue Dynamiken erweiterten Ansatz im Clip visuell.

AEON RINGS Links

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